Norton Rose Fulbright berät Equator Principles Association

Global Business November 2019

Norton Rose Fulbright hat die Equator Principles Association (EPA) im Rahmen der rechtlichen Überprüfung der vierten Äquator-Prinzipien (EP4) beraten, die heute veröffentlicht wurden.

Die Äquator-Prinzipien (Equator Principles, EPs) sind ein Nachhaltigkeits- und Risikomanagement-Regelwerk für Finanzinstitute im Bereich der Projektfinanzierung (EPFIs), die die Äquator-Prinzipien anwenden. Das Regelwerk hat in der Praxis jedoch auch über den Kreis der Anwender hinaus große Bedeutung. Die EPs bilden den rechtlichen Rahmen und einen Minimalstandard, der es Finanzinstituten ermöglicht, Umwelt- und soziale Risiken sowie Projektauswirkungen zu identifizieren, zu beurteilen und zu gestalten, sowohl im Vorfeld der Projektfinanzierung als auch während der Laufzeit des Projekts.

Die Äquator-Prinzipien (EPs) gelten global und branchenübergreifend; sie sind – abhängig von Schwellenwerten – auf bestimmte Finanzprodukte anwendbar, die von EPFIs angeboten werden. Nach aktuellem Stand werden die EPs von 101 Finanzinstituten in 38 Ländern angewendet.

Die EP4 erhöhen die Anforderungen an EFPIs, potenzielle Umwelt- und soziale Risiken sowie Auswirkungen von Projekten vor allem im Bereich der Menschenrechte, Klimaveränderung und Biodiversität zu berücksichtigen.

Einen aktiven Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen leisten die EPs insbesondere in folgenden Bereichen:

  • den Geltungsbereich der Finanzprodukte und -projekte erweitern, auf den die Äquator-Prinzipen (EPs) anwendbar sind
  • die Verantwortung der EPFIs verdeutlichen, Menschenrechte in Übereinstimmung mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte zu achten
  • eine Verpflichtung zur Risikobeurteilung von Klimaveränderungen einzuführen, in Übereinstimmung mit der Arbeitsgruppe für klimarelevante finanzielle Bekanntmachungen (Task Force on Climate-Related Financial Disclosures, TCFD)
  • Anforderungen weiterverfolgen, die sich auf die Freie, vorherige und informierte Zustimmung betroffener Ureinwohner beziehen

Weitere Informationen über die Änderungen finden Sie unter Equator Principles: Version 4.

Das Norton Rose Fulbright-Team, das die Equator Principles Association (EPA) beraten hat, wurde von den Partnern Milana Chamberlain (London), Ray Chartier (Calgary), Bob Comer (Denver), Gavin Scott (Brisbane) und Tina Costas (Durban) geleitet.

Norton Rose Fulbright-Partner Dirk Trautmann kommentiert:

„Nachhaltigkeit ist ein primäres Anliegen aller großen Finanzinstitute und Konzerne. Umwelt- und soziale Themen verlagern sich aus dem Zuständigkeitsbereich der Corporate and Social Responsibility hinüber in die Portfolios der Risiko- und Compliance-Beauftragten sowie der Rechtsabteilungen. Etwaige rechtliche und finanzielle Risiken gilt es rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Die aktualisierte projektbezogene EP4-Nachhaltigkeits-Leitlinie ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der dringlichsten Umwelt- und sozialen Fragen in der Projektfinanzierung.“

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung sagte Nigel Beck von der Standard Bank, der auch Vorsitzender des EPA-Lenkungsausschusses ist:

„Seit nunmehr fünfzehn Jahren stellen die Äquator-Prinzipien als führendes Regelwerk sicher, dass die Umwelt- und sozialen Auswirkungen großer Finanzgeschäfte minimiert und verantwortlich gehandhabt werden. EP4 ist die Antwort auf eine sich schnell wandelnde nachhaltige Finanzwelt und treibt das Engagement unserer Mitglieder noch weiter voran.“

Norton Rose Fulbright berät Finanzinstitute und Unternehmen branchenübergreifend zu Umwelt-, sozialen und Unternehmensführungs- (ESG-) Risiken sowie Compliance-Maßnahmen und unterstützt sie dabei, ihre Risiken effizienter zu kontrollieren und gleichzeitig wettbewerbsfähiger zu werden. Die Kanzlei verfügt über umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Nachhaltigkeit im Finanzsektor und berät umfassend bei der Erfüllung der ESG-Verpflichtungen.

For further information please contact:

Louise Nelson, Head of PR – Europe, Middle East and Asia

Tel: +44 20 7444 5086; Cell: +44 79 0968 4893

 

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